IPO

IPO – Was ist das?

Der IPO – Sport setzt sich aus drei Disziplinen zusammen:

  • Abteilung A = Fährtenarbeit
  • Abteilung B = Unterordnung
  • Abteilung C = Schutzdienst

Für den IPO-Sport eignen sich alle sog. Gebrauchshunderassen
(z.B. Boxer, Schäferhund, Riesenschnauzer, Dobermann, Rottweiler etc.)

 Übungstermine

  • Mo (18.00 Uhr/ Schutzdienst)
  • Mi (16.00 Uhr/ Unterordnung, ggf. Fährte)
  • Sa (11.00 Uhr/ Unterordnung, 12.00 Uhr/ Schutzdienst, ab 14.00 Uhr/ Gruppen)

Abteilung A (Fährte)

Auf einer von einem Menschen gelegten Spur (festes Gehen auf natürlichem Untergrund wie z.B. Wiese oder Acker) soll der Hund sich an dieser „Geruchsstrasse“ entlang suchen und die vom Fährtenleger ausgelegten Gegenstände (10 cm x 2 cm, Leder, Filz, Kork etc.) finden und anzeigen.
Der spezifische Geruch entsteht durch zertretene Gräser, Kleinstlebewesen, verletzte Ackerkrume oder angeschabte Bodenoberfläche. Der Hund lernt im Training z.B. über zusätzlich ausgelegte Futterbrocken die Verknüpfung zwischen Absuchen der Fährte und Finden von Futter. Diese Art der Beschäftigung entspricht sehr dem natürlichen Verhalten des „Nasentieres“ Hund und lastet den Hund sowohl mental als auch körperlich auf eine sehr positive Art aus.

Abteilung B (Unterordnung)

Hier werden Gehorsamsübungen (Fuß gehen, Sitz, Platz, Apportieren etc.) in Freifolge gezeigt und abverlangt. Ziel ist es, dem Hund innerhalb des Trainings diese Übungen in möglichst korrekter Form und schneller Ausführung beizubringen. Dies geschieht mittels zunächst kleinster Übungen mit schneller, zeitnaher Bestätigung (Futter, Spielzeug) für gelungene Sequenzen bzw. erwünschtes Verhalten.
Wichtig ist uns hierbei, dass Gehorsam und freudiges Arbeiten insgesamt ein harmonisches und positives Bild vom Hund-Hundeführer-Team bilden.

Abteilung C (Schutzdienst)

Wer noch nie ein Schutzdienst-Training gesehen hat, sollte sich unbedingt vor Ort ein Bild machen, theoretische Informationen reichen in diesem Bereich nur bedingt aus.
Der Schutzdienst (kurz „SD“) ist im Ursprung auf die Ausbildung von Diensthunden zurückzuführen. Es gilt aber heute klar zu unterscheiden, dass es sich im Bereich der Sporthundeausbildung nur um eine gestellte Situation handelt und der Hund ausschließlich über seinen natürlich vorhandenen Beutetrieb auf ein entsprechendes Beuteobjekt (Jutesack, Lederlappen, Beißkissen, Beißrolle, letztlich Schutzärmel) ausgebildet wird. Es ist nicht das Ziel des Hundes, einen Menschen zu beissen, sondern die Beute (SD-Ärmel) zu erbeuten.
Diese Ausbildung wird im Team mit Ausbilder, Hundeführer und SD-Helfer (auch „Figurant“ genannt) durchgeführt und verlangt viel Geduld, Fingerspitzengefühl, Disziplin und Verantwortung.
Das natürliche Kampf- und Raufverhalten unserer Hunde wird kanalisiert, der Hund kann vorhandene Aggressionen abbauen, das Sozialverhalten Mensch-Hund wird gefördert und der Hund hat hier die Möglichkeit, seine natürlich gegebenen Triebe gezielt und kontrolliert auszuleben.